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Der tief greifende Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft JAROCCO | Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft und die zunehmende Spezialisierung von Unternehmen prägen dynamische Veränderungen bestehender und die Ausdifferenzierung neuer Berufsprofile. Zudem gewinnen die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen sowie neue Möglichkeiten für die Aneignung erforderlicher Qualifikationen ebenso wie der Fachkräftemangel auch in Folge demographischer Entwicklungen an Relevanz. Wir gehen diesen Entwicklungen nach, spüren aktuelle Trends auf und stellen auf den nachfolgenden Seiten aussichtsreiche Innovationsfelder vor.

Informations- und Wissensmanagement

In der heutigen, sich stetig wandelnden Gesellschaft sind Information und Wissen längst zu zentralen Schlüsselbegriffen geworden.

Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen haben einen zunehmenden Bedarf an schneller, zuverlässiger und gut aufbereiteter Information. Doch konzentriert sich das Praxisfeld von Informations- und Wissensspezialisten nicht auf ausgewählte Branchen, wie etwa Unternehmensberatungen, Banken und Versicherungen JAROCCO | Banken und Versicherungen sowie IT-Unternehmen. Auch Bibliotheken, Verlage, Rundfunkanstalten, Datenbankproduzenten, Hosts (Anbieter von Online-Datenbanken) und Unternehmen der Chemie und Pharmaindustrie haben einen großen Bedarf an Fachkräften für ihr Wissens- und Informationsmanagement. Sind doch Information und Wissen längst zur betrieblichen Ressource geworden bzw. als Produktionsfaktor zu sehen. Und einen wichtigen Beitrag können Informationssysteme leisten, indem sie Mitarbeiter intern kommunikativ vernetzen und Informationen bereitstellen bzw. bewahren.

Tätigkeitsbereiche
Beiträge, sowohl theoretischer als auch praktisch anwendungsorientierter Art, werden in vielen Disziplinen entwickelt, insbesondere jedoch in der Betriebswirtschaftslehre, der Informatik, der Informationswissenschaft, der Sozialwissenschaft, der Pädagogik oder der Wirtschaftsinformatik. Die hauptsächlichen Einsatzfelder liegen in der Konzeption, der Entwicklung, dem Vertrieb und der Pflege von Informationsdienstleistungen sowie im Bereich der Informationsvermittlung in nahezu allen Bereichen von Wirtschaft und Industrie. Mögliche Tätigkeitsbereiche sind etwa:

  • Recherchieren von Informationen aus klassischen – weitgehend papierbasierten Archiven, aus Bibliotheken, Online-Diensten, Internet, CD-ROMs und anderen Informationsquellen;
  • Auswerten von Print- und Online-Medien sowie Hörfunk und Fernsehsendungen;
  • Aufbereitung und Strukturierung von Informationen;
  • Aufbau und Pflege von Datenbanksystemen;
  • Recherchieren, Aufbereiten und Präsentieren von Informationen (Information-Broking);
  • Planung und Erstellung von Webpräsentationen (Webdesign) und E-Commerce-Anwendungen;
  • Intranetbetreuung (Firmeninternes Knowledge Management);
  • Beteiligung an Aufgaben des Informationsmanagements


Regelmäßig liegt der Fokus auf operativen Tätigkeiten und Managementaufgaben innerhalb eines Unternehmens, die auf den bestmöglichen Umgang mit Wissen und Information abzielen.

In den letzten Jahren haben einige Hochschulen diese Entwicklung bereits erkannt und mit dem Angebot an ansprechenden Studiengängen reagiert. Diese werden im Kontext des Übergangs von einer Industrie- und Wirtschaftskultur hin zu einer Kultur, die von Informationsströmen geprägt ist, immer wichtiger. Denn fast alle Bereiche der Wirtschaft sind mit IT-Systemen unterfüttert, das Funktionieren ist quasi abhängig vom Informationsfluss und einer Zirkulation der Informationen. Doch hierzu müssen Informationen und Wissen (Daten) gesammelt und archiviert werden.

Doch bereits auf der dem Informations- und Dokumentationsprozess vorgelagerten Stufe, der Entstehung von Wissen, werden Fachkräfte bereits eingesetzt, um es für die spätere Gewinnung von Informationen mit den jeweils gegebenen technischen Mitteln und Verfahren (Formalstrukturierung, Inhaltskennzeichnungen) zugänglich zu machen.

Ziele
Der Managementprozess startet mit der Festlegung der Wissensmanagement-Ziele, die sich aus der Unternehmenszielen ableiten lassen und individuell verschieden sind. Hier einige Beispiele:

  • Schaffung von Mehrwert im Unternehmen durch die intensive Nutzung des Wissens aller Mitarbeiter und Partner
  • Effizienzsteigerung durch oftmaliges Benutzen und Weiterentwickeln von Best-Practice-Beschreibungen
  • Stärkung der Innovationskraft durch Aktivierung des Wissens aller Mitarbeiter und wichtigen Kunden durch die intensive Einbindung in den Produktentwicklungsprozess
  • Vernetzung von internen und externen Experten, um das richtige Wissen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben oder wenigstens möglichst rasch zu finden


So ist Informations- und Wissensmanagement derzeit in aller Munde: der Weg vom Web 2.0 zum Web 3.0. Der Ausbau von Semantischer Suche und ontologiebasierten Recherche-Methoden. Intensive Bemühungen, wertvolles Erfahrungswissen zu explizieren. Kollaboratives Arbeiten in verteilten Teams. Kompetenzentwicklung, kontinuierliches Lernen und die Generierung von Ideen und Innovationen. Und immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von Informations- und Wissensmanagement – und nutzen es aktiv für das Fortkommen ihrer Firma.
Für Einsteiger (in Wirtschaftsunternehmen) beginnen verhandelbare Jahresgehälter je nach Studienabschluss bei rund 37.000 Euro. Im öffentlichen Dienst werden die an Schnittstellen tätigen Informations- und Wissensmanager nach den bekannten Tarifgruppen (Entgeltgruppe 12ff.) bezahlt.

Thema | JAROCCO zum Thema

Wissensmanagement als Innovationsmotor

Mit der Initiative "Fit für den Wissenswettbewerb" fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) den Einsatz von Wissensmanagement im deutschen Mittelstand. Das Portal bietet Informationen über die Projekte der Initiative, deren Aktivitäten und Ergebnisse. Ziel des BMWi ist es kleine und mittelständische Unternehmen für Wissensmanagement zu begeistern und erste Hilfestellungen für die Einführung zu geben. Zur Seite geht es hier.

Weiterbildungsstudiengang Informations- und Wissensmanagement

Die Fachhochschule Hannover bietet als einzige Hochschule in Deutschland einen berufsbegleitenden Weiterbildungs-
studiengang Informations- und Wissensmanagement an. Ziel des Masterprogramms ist die praxisorientierte Qualifizierung für Funktionen im Wissensmanagement, das die Dimensionen - Mensch, Organisation und Technik – gleichermaßen berücksichtigt. Der berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang "Informations- und Wissensmanagement" wird in Teilzeit absolviert und ist durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) akkreditiert.
Studienvoraussetzungen sind ein einschlägiger Studienabschluss, etwa aus den Bereichen Bibliothekswesen, Dokumentation, Informationsmanagement, Informatik oder verwandten Studiengängen sowie eine mind. einjährige Berufspraxis.
Weitere Infos zur Einschreibung und Fristen finden Sie hier.

Internationalisierung & IT vermittelt Master in Hildesheim

Über den Studiengang "Internationales Informationsmanagement/ Informationswissenschaft", der Kenntnisse und Fähigkeiten für informationswissenschaftliche und sprachtechnologische Tätigkeiten in einem mehrsprachigen Umfeld vermittelt, öffnet sich den Absolventen ein breites Tätigkeitsfeld: Informationsvermittlung, User-Experience Consulting, Usability-Engineering, Online Redaktion, Information Engineering, Dialogdesign. Mehr Informationen gibt es unter www.uni-hildesheim.de