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Politik

Arbeitsfeld Politik

Zuwanderung – Wie kann sinnvoll mit dem Zuzug verfahren werden?
Klima und Artenschutz – Lässt sich die biologische Vielfalt erhalten?
Demografie – Deutschland ohne Kinder?
Rechtsextremismus - Aus brauner Gewalt wird Terror?
Medizin – das Recht zu sterben?
Politikinhalte durchdringen unser gesamtes Leben. Vornehmlich in diesem Arbeitsfeld bieten sich breite und sehr unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten.

Wer macht was?

  • Positionspapiere erarbeiten
  • Bürgeranfragen beantworten
  • Sitzungsvorbereitungen treffen
  • Pressegespräche koordinieren
  • Medienkontakte pflegen
  • Interviews redigieren
  • Reden, Vorträge und andere Niederschriften ausformulieren

- so exorbitant ist die Bandbreite in diesem Arbeitsfeld. Allein der Focus auf die vielfältigen Ausschüsse, Unterausschüsse, Gremien, Arbeitskreise und natürlich Parteienlandschaft selbst signalisiert für Geisteswissenschaftler mögliche Ressorts in der Politik. Abhängig von Qualifikation und Interesse des Bewerbers sind Ausschüsse, wie Bildung und Forschung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kultur und Medien, aber auch Auswärtiges, Menschenrechte und humanitäre Hilfe denkbar.
Der Deutsche Bundestag steht als Parlament im Zentrum des politischen Lebens und ist zugleich das oberste demokratische Staatsorgan in Deutschland. Im Hintergrund wird jeder, der derzeit 612 Abgeordneten (!) im Parlament, von einer Vielzahl wissenschaftlicher Mitarbeiter, Büroleiter, Strategen und Schreibkräfte unterstützt. Parteien und Fraktionen beschäftigen zudem Fachreferenten, die einzelne thematisch sortierte Felder bewirtschaften. In Wahlkreisbüros setzten Mitarbeiter des Abgeordneten dessen Tätigkeit fort.
Betätigungsfelder sind nicht auf die Bundesebene beschränkt. Unterstützende Fachreferenten werden auch in Landtagen, Landesvertretungen, Lobbyistenverbänden, Organisationen und Diplomatischen Missionen benötigt. Insbesondere letztere stellen zu einem gewissen Prozentsatz einheimisches Personal ein. Allein in Berlin gibt es weit über 200 Vertretungen fremder Staaten; Ebenso sind Internationale Organisationen mit ihren Büros reichlich in der Hauptstadt vertreten.
Wenn auch sehr beliebt unter den Geisteswissenschaftlern und daher überlaufen, bieten parteinahe Stiftungen und Ministerien hervorragende und sichere Arbeitsplätze.

Welche Kompetenzen sind gefragt?

Ein Interesse an Politik und Zeitgeschehen, politischen Zusammenhängen und den damit verbundenen aktuellen Diskussionsdebatten bahnt den Weg in dieses Arbeitsfeld. Neben einem einschlägigen Hochschulabschluss können auch gleichwertige Fachkenntnisse, die in Fort- oder Weiterbildungen erworben wurden, zum Ziel führen. Ein Sozialwissenschaftler vermag durchaus den Arbeitskreis „Gesundheit und soziale Sicherung“ bestens zu unterstützen, wenn er denn beispielsweise Erfahrungen oder fundierte Kenntnisse in der aktuellen gleichstellungspolitischen Diskussion mitbringt. Ein Plus ist ebenfalls die Vertrautheit mit parlamentarischen Abläufen oder ein längeres Engagement in einer außerparlamentarischen Bewegung, einem Verein bzw. einer Organisation.
Fraktionen verlangen regelmäßig die Identifikation mit ihren politischen Grundsätzen und Inhalten, die ein Bewerber glaubhaft darlegen sollte. Diplomatische Missionen dagegen erwarten eher eine galante Zurückhaltung. Nicht selten schreiben auch Botschaften diverse Stellen öffentlich aus. Stets werden ausgezeichnete Sprachkenntnisse – über Englisch und Französisch hinaus - gefordert, so dass Anglisten, Romanisten, aber auch Skandinavisten, Islamwissenschaftler etc. mit jeweiliger Arbeitserfahrung in einem der Länder bzw. der den Ländern nahe stehenden Institutionen durchaus Chancen auf einen interessanten Arbeitsplatz haben.
Wichtig in diesem Arbeitsfeld ist ein selbstständiges, engagiertes und zuverlässiges Arbeiten, oftmals mit flexiblen Arbeitszeiten, die etwa Wahlkampf und Sitzungswochen, Delegationsbesuche und überfüllte Terminkalender begründen. Zudem erfordert ein Job in diesem Arbeitsfeld ein hohes Maß an Belastbarkeit. Die Fähigkeit zu konzeptionellen Denken und eigenverantwortlichem Handeln ist ebenso gefordert, wie rhetorische Begabung, die Beherrschung moderner Informations- und Kommunikationsmittel und Diskretion.

Wie zum Job?

In kaum einem anderen Feld sind Initiativbewerbungen von Erfolg derart gekrönt wie im Tätigkeitsfeld der Politik. Möglichkeiten bieten sich etwa durch die Wahl des neuen Bundestages. Da nicht jeder Mitarbeiter die volle Sitzungsperiode von vier Jahren ausdauert, kommt gerade hier eine Initiativbewerbung von Geisteswissenschaftlern an die einzelnen Abgeordnetenbüros in Betracht (Vornahme.Nachnahme@bundestag.de). Ein Einstieg ist gleichfalls über Praktika (vor oder nach einem Studium) bzw. Volontariat zu schaffen.
Parteinahe Stiftungen (FES, KAS, FNS, ROSALUX, HSS und BÖLL) schreiben regelmäßig Stellen auch für interdisziplinär ausgebildete Akademiker aus, allerdings kommen hier nicht selten mehrere hundert Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle. Empfehlenswert ist es daher, den Einstieg über Praktika oder temporäre Beschäftigungsfelder voranzutreiben. Auch gibt es eine Reihe weiterer parteinaher Stiftungen, die in Betracht kommen. Unterstützend ist mit Sicherheit auch ein soziales Engagement in einer der vielen Landes-, Kreis- bzw. Ortsverbände, deren Themenvielfalt sicherlich für jeden etwas bereithält.
Für gut ausgebildete Akademiker kommt des Weiteren eine Laufbahn im höheren Dienst in Frage. Nahezu alle Fachrichtungen sind in den Ministerien vertreten, vom Juristen bis zum Geistes- oder Naturwissenschaftler. Rund 20.000 Referenten arbeiten in den Ministerien in Bonn und Berlin. Einstiegsgehälter um die 40.000 Euro/Jahr und der Beamtenstatus locken eine Vielzahl von Bewerbern zu den anspruchsvollen Auswahlverfahren.
Besonders begehrt ist bei vielen Akademikern eine Karriere im Diplomatischen Dienst. Für die 14-monatige Attaché-Ausbildung im höheren Dienst, die zum Einsatz in aller Welt befähigt, bewerben sich regelmäßig weit mehr als 1.500 Akademiker, genommen werden zwischen 35 und 45. Diese mussten zuvor in einem Auswahlverfahren ihre Kenntnisse in Völker-, Europa- und Staatsrecht, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Politik nachweisen. Sehr gute Englischkenntnisse und Kenntnisse in einer weiteren UN-Sprache sind ein Muss. Anschließend wird in einem abschließenden psychologischen Test ermittelt, wer für den Eintritt in Frage kommt. Testbögen zum Auswahlverfahren können auf der Seite des Auswärtigen Amtes eingesehen werden.

Hilfreiche Links

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Startseite.html (Liste aller diplomatischen Vertretungen in der Bundesrepublik)
http://www.bundestag.de/ausschuesse/index.html (Liste aller Ausschüsse und ihrer Mitglieder)
http://www.stiftungen.org (Bundesverband Deutscher Stiftungen)
http://www.bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung)
http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_454852/DE/Home/Arbeitnehmer/BFIO/internationale-organisationen/internationale-organisationen-knoten.html__nnn=true (BFIO)
http://www.jobs-io.de (Stellen- und Personalpool der Koordinatorin für internationale Personalpolitik (Auswärtiges Amt))

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