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Journalismus

Arbeitsfeld Journalismus

Journalisten sammeln Informationen, decken Inhalte auf, analysieren und kommentieren für unterschiedliche Ressorts. Sie wissen, wie wichtig schnelle und umfassende Informationen sind.
Tag für Tag mit Leidenschaft recherchieren, Texte verfassen, Pressefotos schießen, Beiträge für Hörfunk und Fernsehen produzieren oder auch für Online-Medien arbeiten - der Andrang in den Journalismus ist groß, das redaktionelle Ausbildungsangebot knapp.

Wer macht was?

Journalisten recherchieren, überprüfen Inhalte und erstellen Beiträge für Printmedien, Rundfunk und Online-Medien. Des Weiteren bearbeiten Journalisten Meldungen und Nachrichten, führen Interviews, moderieren und informieren in Radio und Fernsehen. Einsatzgebiete sind:
  • Printmedien, wie Zeitungen, Zeitschriften, Magazine
  • Nachrichtenagenturen und Verlage
  • Hörfunk und Fernsehen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, darunter Pressebüros, Marketingabteilungen in Unternehmen, Medienhäuser, Behörden und Organisationen
  • Online-Redaktionen und Informationsschnittstellen im digitalen Netz
Die Berufsgruppe der Journalisten arbeiten besonders häufig als freie Mitarbeiter. Aber auch fest angestellte Redaktionsmitarbeiter sind parallel als freie Journalisten tätig. In regionalen Tageszeitungen erstreckt sich das Arbeitsgebiet des sogenannten Lokaljournalisten regelmäßig auf verschiedene Themenbereiche, während bei überregionalen Zeitungen erfahrungsgemäß eine Spezialisierung auf bestimmte Ressorts gefordert wird. Beispielsweise Sport, Kultur, Wirtschaft, aber auch auf Gestaltung, Recherche oder Koordination. Letzteres gilt überdies für Rundfunk und Fernsehen.

Welche Kompetenzen sind gefragt?

"Es ist unvorstellbar, eine Welt ohne Zeitung zu haben, das hieße, eine Welt ohne neugierige Menschen zu haben," resümierte Josef Joffe, Publizist (Die Zeit) im Januar 2009. Die Lust am Schreiben, Neugier und eine treffsichere Ausdrucksweise sind unabdingbare Voraussetzungen für einen Journalisten.
Wie in vielen anderen Arbeitsfeldern auch, ist die Ausbildung nicht exakt geregelt. Zum einen bieten verschiedene Fachschulen und Universitäten eigene Studiengänge der Journalistik an, zum anderen drängen Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge in dieses Arbeitsfeld. Gerade letztere verfügen über ein vertieftes Fachwissen (in Geschichte, Musik, Wirtschaft, Soziologie usw.), das nützlich ist, um die Türen in dieses Arbeitsfeld zu öffnen. Kultur- und Literaturwissenschaftler sind durchaus im Feuilleton einer Redaktion gefragt, Absolventen des Studienganges Sportwissenschaften dagegen im Bereich Sport/Fitness/Gesundheit.
Ein Journalist muss überdies in der Lage sein, komplexe Sachverhalte knapp und verständlich sowie sprachlich interessant darzustellen. Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden ist ebenso gefordert, wie seine Belastbarkeit. Nicht selten arbeiten Journalisten zu ungewöhnlichen Tageszeiten – und dies unter enormen Zeitdruck mit Erfolgszwang. Analytisches Denken, Kreativität sowie Kontaktfähigkeit runden das Profil eines Journalisten ab.

Wie zum Job?

Trotz der Möglichkeit zur klassischen Ausbildung, Studium der Journalistik oder Publizistik, ist der Medienbereich ein Arbeitsfeld ohne exakt definierten Zugang. Ebenso ist die Berufsbezeichnung "Journalist" nicht geschützt und die Wege in diesen Beruf nicht klar vorgezeichnet. Dies eröffnet sowohl Möglichkeiten als auch Hindernisse:
Häufig schließt eine unbezahlte Anlernzeit an ein Fachstudium an: Ein beruflicher Einsteig führt damit an Praktika, Hospitanz bzw. längeren Volontariaten nicht vorbei. Zeitungs- und Rundfunkredaktionen bieten regelmäßig Plätze an, allerdings sind diese deutlich überfragt. Allein beim NDR kommen oftmals mehrere Hundert Bewerber auf einen einzigen, 18-monatigen Volontariatsplatz. Zudem ist die Beschäftigung auf Honorarbasis eher die Regel als feste bzw. unbefristete Anstellungen.
Eine weitere Möglichkeit der wissenschaftlichen Qualifizierung bieten verschiedene Universitäten mittels der drei- bis viersemestrigen Aufbaustudiengänge im Bereich Journalismus an. Diese schließen an ein erfolgreich absolviertes Fachstudium an.
Der Ergänzung halber seien auch die Journalistenschulen, vermeintliche "Kaderschmieden" der deutschsprachigen Medienlandschaft genannt. Aufgenommen wird nur derjenige, der auch die geforderte Eignungsprüfung bestanden hat – unabhängig ob mit oder ohne bereits erworbenen Studienabschluss.

Vorläufer ist die Deutsche Journalistenschule in München (DJS). Weitere sind kirchlich gebunden, verlagseigen oder in freier Trägerschaft organisiert (Auswahl):
  • Berliner Journalistenschule
  • Evangelische Journalistenschule in Berlin
  • Henri-Nannen-Schule in Hamburg
  • Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München
  • Institut für Journalistik in Dortmund
Ratsam ist jedoch nach wie vor, möglichst zeitnah, schon während des Studiums oder unmittelbar im Anschluss, ein Netzwerk von Kontakten zu gewünschten Arbeitgebern ganz gezielt aufzubauen. Praktika steigern wiederum die Aussicht auf einen der begehrten Volontariatsplätze. Und ein Volontariat ist in der Regel ein Muss - vor allem dann, wenn eine spätere Redakteurstätigkeit in Presse, Rundfunk oder Agenturen angestrebt wird.
Mögliche Ressorts befinden sich gerade für Berufsanfänger in den Lokalredaktionen, Pressestellen und Informationsbüros. Ein kleiner Trost: Viele Journalisten haben ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und sich über praktische Erfahrungen in diesem Beruf entwickelt.

Hilfreiche Links

http://www.djv.de (Deutscher Journalisten-Verband)
http://www.bdzv.de/ (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger )
http://www.dgpuk.de/ (Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
http://www.dfjv.de/ (Deutscher Fachjournalisten-Verband e.V. )
http://www.presserat.info/ (Deutscher Presserat )
http://www.dpv.org/ (Deutscher Presse-Verband)
http://www.vdz.de/ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger )
http://www.dprg.de/ (Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V.)

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