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Bildung | Pädagogik

Arbeitsfeld Bildung | Pädagogik

Realschule, Gymnasium, berufsbildende Schulen: Die Ergebnisse der Pisa-Studie haben die Diskussion um Bildung neu entfacht. Neue Bildungskonzepte werden erarbeitet und die Rolle der Lehrkräfte kritisch überholt.
Die unterschiedlichen Facetten der Begrifflichkeiten Wissen, Intellekt und Kultiviertheit umkreisen und durchdringen unsere Bildung. Nicht ohne Grund führt letztere zu einer sich selbst bestimmten Individualität und Persönlichkeit eines jeden Menschen – und Bildung weist immer eine untrügliche Nähe zur Reife auf, gibt der Natur eines Menschen Halt und ist Ausdruck persönlicher Souveränität.

Wer macht was?

Das Arbeitsfeld bietet vor allem examinierten Lehramtsabsolventen ein breites Spektrum. Doch nicht nur diese sind gefragt, auch interdisziplinär ausgebildete Akademiker mit anderen Abschlüssen haben vielfältige Möglichkeiten:
  • Privatschulen
  • Nachhilfeeinrichtungen
  • Erwachsenenbildung
  • Volkshochschulen
  • Familienbildungsstätten
  • Bildungswerken
  • Deutschunterricht für Ausländer (DAF)
  • betriebliche Weiterbildung
  • sozialer Bereich.
Während der Unterricht und die Nachhilfe an öffentlichen/privaten Schulen sowie privaten Institutionen klar definiert ist, ergeben sich innerhalb der betrieblichen Weiterbildung Spielräume für Planung und Gestaltung der Lernprozesse von Unternehmensangehörigen und –personal. Als Dozent bzw. Ausbildungsleiter unterstützt die Lehrkraft Bildungsträger, Akademien bzw. ist in Unternehmen in verschiedenen Ressorts für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter beschäftigt.
Auch Bildungswerke und Volkshochschulen zielen auf die Fort- und Weiterbildung interessierter Zielgruppen. Für interdisziplinär ausgebildete Akademiker bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl als Lehrkraft wie auch im Organisations- und Leitungsbereich an. In verschiedenen sozialen Einrichtungen, wie Wohlfahrtsverbänden, Jugend- und sozialtherapeutischen Vereinen und kirchlichen Einrichtungen sind Betreuer und Berater gefordert. Insbesondere Psychologen, Sozialpädagogen und Erziehungswissenschaftler finden hier ein wichtiges Aufgabenfeld.

Welche Kompetenzen sind gefragt?

Beim Lehrberuf ist eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung nicht zwingend, wird jedoch in der Praxis geschätzt. Sind Wissenschaftler mit Pädagogikstudium doch in der Regel gut organisiert und gehen strukturiert an die Planung der Unterrichtseinheiten heran.
Die Beratungs- und Betreuungsausrichtung einzelner Angebote im Bildungssektor erfordern spezielle Weiterbildungen bzw. Fertigkeiten (wie psychotherapeutische Ansätze, empirische Fertigkeiten, interkulturelle Kompetenzen), die selbst über ein reines Pädagogik-Studium bzw. Studium der Erziehungswissenschaften hinausgehen. Gerade in der Erwachsenenbildung und der Beratung/Betreuung im Sozialbereich wird ein Zusatz- oder Begleitstudium oftmals gefordert. Trotzdem ist dieses Tätigkeitsfeld de facto nicht nur für Sozialwissenschaftler, Pädagogikstudenten oder Absolventen der Erziehungswissenschaften und der DAF geeignet, sondern auch für Absolventen anderer Studienrichtigungen mit Kenntnissen in Wirtschaft und Handel, IT, Medien, Kommunikation und Germanistik. Um Aufgabenfelder, Arbeitsbedingungen bzw. Perspektiven überhaupt feststecken zu können, sind soziale Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Belastbarkeit, multikulturelles Bewußtsein, eigenverantwortliches, selbstständigen Arbeiten gefordert.
Ein postgraduales Aufbaustudium bietet die Möglichkeit, sich weitere Fertigkeiten anzueignen, um im Bildungssektor Fuß zu fassen.

Wie zum Job?

Private Schulen und Institutionen bestehen in der Regel auf einem Abschluß mit Staatsexamina (Lehramt). Dies gilt ebenso für Anstellungen im Bereich der Erwachsenenbildung durch Bildungsträger, Sprachschulen und Volkshochschulen. Dozenten, Lehrer und Trainer sollten demnach das gewünschte Fach auch hinreichend studiert haben.
Jedoch besteht ebenso die Möglichkeit, sich mittels weiterführenden Studienangeboten nach erfolgreichem Studienabschluss das notwendige Wissen anzueignen. Ein Aufbaustudium ist mit rund zwei bis vier Semestern angesetzt. Das erworbene Zertifikat bzw. der akademische Grad erleichtern den Eintritt in die berufliche Weiterbildung. Zudem bieten diverse Institute und Weiterbildungseinrichtungen Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Interessierte an. Jedoch ist dieser Sektor bis auf wenige Ausnahmen nicht staatlich geregelt und oftmals unüberschaubar aufgrund des vielseitigen Angebots. Hier sollte eine sorgfältige Kosten/Nutzen-Analyse vor einer (oftmals kostenintensiven) Kursanmeldung vorgenommen werden.

Hilfreiche Links

http://www.hochschulkompass.de (Übersicht weiterführende Studienangebote)
http://www.studieren-im-netz.de (Übersicht Fernstudiengänge)
http://www.privatschulen.de (Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V.)
http://www.waldorfschule.info (Bund der Freien Waldorfschulen e.V.)
http://www.agfs.org (Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen)
http://www.evangelische-internate.de (Evangelische Internate Deutschland)
http://www.katholische-internate.de (Verband katholischer Internate und Tagesinternate e.V.)
http://www.leh-internate.de (Vereinigung Deutscher Landeserziehungsheime e.V.)
http://www.vhs.de (Unabhängiges Verzeichnis für Volkshochschulen)
http://www.die-bonn.de (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung)
http://www.familienbildung.de (Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung und Beratung e.V.)
http://www.familienbildung-ev-bag.de (Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Familien-Bildungsstätten e.V.)
http://www.deb.de (Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk e.V.)
http://www.sprachverband.de (Sprachverband Deutsch für ausländische Arbeitnehmer e.V.)
http://www.faw.de (Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH)
http://www.daa-bw.de (Deutsche Angestellten-Akademie GmbH)
http://www.bdvt.de (Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer e.V.)
http://www.bv-paed.de/ (Berufsverband der Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler e.V.)
http://www.bdp-verband.org (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen)